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Sonntag, 29.11.2020

Namenstag: Błażeja, Margerity, Saturnina

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2011-12-18

TOURISTIK

Die Gemeinde Morzeszczyn kann den Touristen viele Naturvorzüge bieten. Zu den wertvollsten Naturgebieten (außer dem Gebiet innerhalb des Schutzgebietes der Landschaft von Gniew) gehören die Flusstäler. Das betrifft besonders den Ostteil der Gemeinde, der sich durch gut erhaltene Pflanzengemeinschaften auszeichnet und das Tal des Flusses Janka, das die Rolle eines wichtigen ökologischen Korridors spielt. Auf dem Gemeindegebiet befinden sich darüber hinaus vier Naturdenkmäler. Das sind: Die Stieleiche mit dem Umkreis von 5,3 m in Borkowo, zwei Findlinge mit dem Umkreis von 4 und 6 m, die in Dzierżążno gelegen sind und der Bergahorn mit dem Umkreis von 2,5 m in Morzeszczyn.

Architektur
Die historischen architektonischen Objekte mit ihrer spannenden Geschichte können für die Touristen auch interessant sein. Es ist empfehlenswert, die Gemeinderundfahrt von der wunderschönen Kirche in Nowa Cerkiew anzufangen. Wir laden dazu besonders die Touristen ein, die sich in den nahe gelegenen Ortschaften Pelplin und Gniew aufhalten. Nowa Cerkiew liegt nur ein Dutzend Kilometer davon entfernt. Es lohnt sich, von Nowa Cerkiew die Richtung Borkowo einzuschlagen, um sich unter der dreihundert Jahre alten Eiche Napoleon zu erholen. Von Borkowo fahren wir die Richtung Morzeszczyn an dem Denkmal für Opfer des Martyriums vorbei, das sich an der Kreuzung befindet. In Morzeszczyn kann man Richtung Gniew fahren, um die malerische Kirche in Dzierżążno zu besichtigen. Wir schlagen auch vor, Richtung Królów Las zu fahren. Auf dieser Strecke sind die historische Mühle und die Wasserwehre auf dem Fluss Janka sehenswert. Im Dorf gibt es eine interessante Betsäule mit der Figur des Hl. Rochus und die über zweihundert Jahre alte Kirche. Wenn wir weiter über Majewo fahren, dann kommen wir in Lipia Góra an, wo der schöne Hof aus dem 19. Jh. die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wir laden Sie ein.

Sehenswürdigkeiten

Die Kirche in Nowa Cerkiew ist ein barockes Gotteshaus, das aus dem Anfang des 14. Jhs. stammt. Sie wurde 1312 an Ort einer Holzkirche aus dem 13. Jh. errichtet. Von dieser Zeit erhielten sich: viereckiger Turm, Presbyterium, Sakristei und Schatzkammer. In der Kirche befand sich ein mehreckiger Balkon, auf dem die Zisterzienser in Nowa Cerkiew am Gottesdienst teilnehmen konnten. 1764 wurde die Kirche und der Turm durch Brand bis auf Mauern und Gewölbe im Presbyterium zerstört, aber noch im gleichen Jahr wurde sie vom Abt Izydor Tokarzewski wiederaufgebaut, dessen Wappen auf der Fahne des Türmchens mit dem Kirchenglöckchen platziert wurde. Die Kirche wurde gründlich umgebaut, indem sie um die Seitenschiffe erweitert und im Barockstil gebaut wurde. 1844 stand die Kirche wieder in Flammen, die das Innere und der Turm zerstörten. Ihre jetzige architektonische Form im Niederweichselstil aus nicht stilgerechten Ziegelsteinen stammt aus dem Jahr 1851. Während der Kriegskämpfe im Jahr 1945 wurden das Seitenschiff (Südschiff) und Hauptschiff sowie der Turm beschädigt. Das Innere des Gotteshauses wurde im Barock- und Rokokostil eingerichtet und stellt eine einheitliche, harmonische Ganzheit dar. Im Inneren des Hauptaltars aus dem dritten Viertel des 18. Jhs. befindet sich das Bild der Gottesmutter aus dem 17. Jhs., das vom Volk für Wundergemälde gehalten wird. Im höheren Stock des Altars befindet sich die Steinfigur der Schmerzhaften Gottesmutter, die hierher 1802 von der Betsäule im Dorf Borkowo übertragen wurde. Das Bild der Unbefleckten im Altar der Rosenkranz-Gottesmutter ist gotisch, das silberne Kleid wurde Anfang des 18. Jhs. vom Sigfried Örnstern aus Danzig gefertigt. In der Vorhalle befinden sich ein altes mittelalterliches Weihwasserbecken sowie ein großes hölzernes volkstümliches Kruzifix. Die Kirche besitzt drei beidseitige Gemälde für die Prozessionen im Rokokostil. Bis 1942 hing im Turm die Glocke Urban von 1561, eine der ältesten Glocken der Diözese in Chełmno. Die Deutschen nahmen sie für Kriegszwecke weg. Der Friedhof an der Kirche, der aus dem 14. Jh. stammt ist die Ruhestatt von vielen Generationen der einheimischen Bauernfamilien.
Während der Renovierung der Kirche im Jahr 1995 wurden im Kellergeschoss Särge und menschliche Überreste gefunden. Im Kellergeschoss der Kirche ruht auch der letzte Prior der Zisterzienserabtei in Pelplin – Maciej Prądzyński (gest. 1829), der nach dem Aufheben des Klosters Pfarrer in Nowa Cerkiew wurde und das Recht erhielt, das Ordenskleid, den Ring und das Kreuz zu tragen.
2005 wurden während der Renovierungsarbeiten auf dem Kirchenturm mittelalterliche Gemälde gefunden. Bis zu dieser Zeit wusste niemand von ihrer Existenz. Bis heute sind drei Farben erhalten – Weiß, Schwarz und Rot. Früher schmückten sie die Kirchentürme von ehrbaren Pfarreien. Heute kann man sie in Nowa Cerkiew mit bloßem Auge bewundern, weil sie sehr gut zu sehen sind. Auf den Kirchenturm kam nach vielen Jahren die Uhr mit dem Zifferblatt zurück. Leider blieb ihr Originalmechanismus nicht erhalten, deswegen wurde sie mit einem modernen ausgestattet. In der Kirche ist der historische Kronleuchter sehenswert, dessen Kerzenfassungen aus Patronenhülsen gemacht wurden. Die Dorfbewohner sammelten sie während des 2. Weltkriegs und platzierten im Kronleuchter, wahrscheinlich um die Opfer unvergesslich zu machen, die durch sie ums Leben kamen. Vor dem Hintergrund der Kirche sehen sehr malerisch zwei Objekte mit gut erhaltenem Fachwerk aus. Letztlich wurden sie auch renoviert. Das Objekt ist ins Denkmalregister der Woiwodschaft Pommern eingetragen.
Sehenswert ist auch der Friedhof für die Choleraopfer, der ca. 400 m westlich vom Dorf gelegen ist. Möglicherweise stammt er aus der 2. Hälfte des 17. Jhs., weil damals in Gniew 600 Menschen an Cholera starben. Er ist mit einer Ziegelmauer umgeben. Es wurde dort auch eine Kapelle mit den Figuren der Hl. Rosalie und des Hl. Rochus errichtet. Derzeit ist das ein kleiner Hügel, der mit alten Bäumen bewachsen ist und an dessen Rand eine Kapelle steht. Während des 1. Weltkriegs wurden hier die verstorbenen russischen Kriegsgefangenen begraben und in den Jahren 1939-1945 die von den Nazis erschossenen Menschen.

Die Gedenkstätte für die Opfer des Martyriums 1939-1945 – 1944 wurde eine von vier Betsäulen an der Kreuzung der Straßen Borkowo – Morzeszczyn und Nowa Cerkiew – Rzeżęcin zerstört. Heute befindet sich hier die Gedenkstätte für die Opfer des 2. Weltkriegs.

 

 

 

Die Eiche von Napoleon in Borkowo – der über 300 Jahre alte Baum ist ein Naturdenkmal und befindet sich an der Straße Nr. 234 Richtung Skórcze. Unter der Eiche erholte sich laut einer Legende der Kaiser Napoleon nach dem Kampf mit den Preußen. Das Alter der Eiche und die historischen Quellen scheinen das zu bestätigen. Es gibt z. B. einen Bericht des Offiziers der napoleonischen Truppen aus dem Jahr 1807, in dem er schreibt, dass er eine Aufklärungspatrouille Richtung Gniew und Kociewie schickte. Diese Information bestätigt die Anwesenheit von napoleonischen Truppen auf diesem Gebiet sowie die Zugehörigkeit dieser Gegend zu Kociewie.
In der zweiten Hälfte des Junis 2009 fiel leider Napoleon – der Baum brach unter den heftigen und böigen Winden. Der Baumstamm, der schon in einem schlechten Zustand war, konnte sich der Kraft des Windes nicht widersetzen. Das Andenken an ihn geht nicht verloren, denn die Eiche ist eines von Elementen des Wappenschildes der Gemeinde Morzeszczyn.


Die Mühle in Królów Las – ihre Geschichte geht wahrscheinlich bis ins 14. Jh. zurück, wo die Zisterzienser hier das Dorf lokalisierten. Das jetzige Mühlengebäude stammt aus dem 19. Jh.

 

 

 

 

Die Betsäule mit der Figur von Hl. Rochus – sie befindet sich am Scheideweg Richtung Morzeszczyn und Gogolewo. Um das Dorf vor Cholera zu schützen wurden laut einer Sage über einhundert Jahre her ein Paar Färsen und ein Paar Zwillingstuten vor einen Pflug gespannt und dann wurden mit ihnen dreimal die Dorfgrenzen gepflügt. Auf diese Ereignisse bezieht sich die Betsäule mit der Figur des Hl. Rochus, der das Dorf vor der Seuche schützt. Aus dieser Zeit stammt auch das Sprichwort: „Z Królów Lasu jedź zawczasu, póki nie ma tu hałasu” (Fahr aus Królów Las beizeiten weg, solange es hier keinen Lärm gibt.)

 

 

 

 

In Królów Las ist die hiesige Kirche sehenswert. Das Gotteshaus stammt von 1806, ist gemauert, einschiffig, im Inneren befindet sich ein gotisches Weihwasserbecken aus Granit und Rokokoaltäre aus dem 18. Jh. Im August 2006 beging die Kirche feierlich ihren 200. Geburtstag. Das Objekt ist ins Denkmalregister der Woiwodschaft Pommern eingetragen.

 

 

Die Kirche in Dzierżążno – die Geschichte dieses Objekts reicht bis ins 14. Jh. zurück. Die Kirche wurde während des 13-jährigen Krieges (1454-1466) zerstört. Sie wurde um das Jahr 1584 auf dem früheren Steinfundament wiederaufgebaut. Laut den Volkssagen war die Kirche vor Jahrhunderten vom Erdboden verschluckt und erst ein Ochse, der auf dem Feld weidete, stieß auf sie. Das Dorf wurde zum ersten Mal im Jahr 1241 erwähnt. Das Objekt ist ins Denkmalregister der Woiwodschaft Pommern eingetragen.


Das Gutshaus in Lipia Góra – ist ein Privatbesitz. Es wurde um 1850 gebaut, aber schon früher gab es hier ein prachtvolles hölzernes Gutshaus aus dem 17. Jh. Dank den Bemühungen der Eigentümer bekommt das Objekt seine alte Pracht wieder. Das Objekt ist ins Denkmalregister der Woiwodschaft Pommern eingetragen.

 

Der geheimnisvolle Turm in Gąsiorki
Nach dem Krieg hatte in dem von Bäumen umgebenen Schloss an der Straße von Gąsiorki nach Majewo das Gemeinderat seinen Sitz. Der Turm neben dem Schloss verwundert bis heute wegen seiner rätselhaften Bestimmung. Die Bewohner erfuhren von ihren Großeltern, dass der Turm nach dem alten, heute nicht mehr existierenden Schloss erhalten blieb, das unterhalb des Turmes stand, und das heutige Schloss wurde an Ort des alten errichtet. Es ist insofern wahrscheinlich, dass im 16. Jh. im Dorf ein Vorwerk war, dessen Eigentümerin Frau Radziwiłłówna war.

 

 

 

 

Der Mühlenkomplex in Piła
Piła ist eine kleine Siedlung am Fluss Janka im Schulzenamt Gąsiorki. Es blieben hier zwei Mühlengebäude aus der Mitte des 19. Jhs. erhalten, nicht groß, hölzern, auf einem Steinsockel gebaut.

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